Aktuelles

01.12.2017

Tarifveränderungen des VRR

Struktuerelle Umgestaltung und weitere Vereinfachungen

(Foto: VRR)

Neue Tarifangebote – Vereinfachung des Tarifsystems – Überarbeitung der Tarifstruktur, so schafft der VRR ab dem kommenden Jahr eine übersichtlichere Tariflandschaft, die zugleich den Kundenbedürfnissen entspricht und neue Fahrgäste hinzugewinnt.



Damit geht der Verbund einen weiteren Schritt, um die Komplexität seines Tarifsystems zu reduzieren und das Angebot verständlicher für die Nahverkehrskunden zu gestalten. Durch Maßnahmen zu Weiterentwicklungen bei den Ticketangeboten und Anpassungen in der Tarifstruktur arbeitet der VRR weiterhin an einer Vereinfachung des Tarifsystems.

1. Reform YoungTicketPlus

Kampagne zum neuen "YoungTicketPLUS" (Foto: VRR)

Eine durchgeführte Marktforschung unter bisherigen Kunden des "YoungTicketPLUS" sowie unter den künftigen gewerblichen und kaufmännischen Auszubildenden hat u. a. ein großes Interesse an einer verbundweiten Ausweitung des bisherigen Ticketangebotes ergeben. Das "YoungTicketPLUS" wird derzeit noch preisstufenbezogen angeboten. Ab 2018 ist das Ticket für die Auszubildenden der Region verbundweit gültig.

Mehr Informationen zum YoungTicketPLUS

2. Reform Preisstufe C – Neuer Zuschnitt der Regionen

Die neue Preisstufe C (Foto: VRR)

Ab 2018 tritt eine deutliche Vereinfachung der Preisstufe C in Kraft. Die derzeit 170 Gültigkeitsbereiche werden in nur noch 19 Regionen zusammengefasst und bieten dem Kunden somit großflächigere Räume. Von dieser Reform profitieren alle heutigen Kunden mit einem Ticket der Preisstufe C, denn sie erhalten einen wesentlich größeren Geltungsbereich und ersparen sich somit notwendige ZusatzTickets für die Fahrt zu Zielen, die außerhalb ihres Geltungsbereichs liegen. Zudem ergibt sich die Möglichkeit, dass Kunden, die heute ein netzweit gültiges Ticket der Preisstufe D haben, gegenbenfalls in die preislich günstigere Preisstufe C wechseln können.

Mehr Informationen zur neuen Preisstufe C

3. Touristenangebote (24/48-Stunden-Tickets)

(Foto: VRR)
(Foto: VRR)

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr reagiert mit der Umgestaltung des TagesTickets auf die sich veränderten Kundenbedürfnisse und die zunehmende touristische Bedeutung der Region Rhein-Ruhr. Ab 2018 ist das TagesTicket nach der Entwertung 24 Stunden gültig und kann künftig noch weit bis in den folgenden Kalendertag genutzt werden. Eine weitere Neuerung in der Tariflandschaft ist ein Ticket mit einer Gültigkeit von 48 Stunden ab Entwertung, das gerade für Touristen attraktiv ist. Es entspricht dem Reiseverhalten der Fahrgäste, die an Wochenenden in der Metropole Rhein-Ruhr unterwegs sind.

Weitere Informationen zum neuen 24-/48-Stunden-Ticket

4. Verbundübergreifende Fahrten

Das EinfachWeiterTicket (Foto: Busse & Bahnen NRW)

Für die Kunden soll zwischen den NRW-Verkehrsräumen eine unkomplizierte tarifliche Lösung entstehen. Der erste Startpunkt dieser kundenfreundlichen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ist das „EinfachWeiterTicket“ (EWT).

Seit dem 1. Januar 2017 ermöglicht es – zunächst befristet bis Ende 2019 –  den unkomplizierten Übergang zwischen den drei Tarifräumen VRR, AVV, NVR. Das EWT gilt dann jeweils im gesamten angrenzenden anderen Verbund.

Zum EinfachWeiterTicket

5. Grenzüberschreitende Verkehre im ÖPNV

(Foto: VRR)

Der VRR hat eine weitere Kooperation mit niederländischen Verkehrsunternehmen geschlossen. Hierbei wird der innerstädtischen Vor- und Nachlauf innerhalb der Stadt Venlo in den VRR-Tarif integriert.

Insgesamt wird durch die Einbindung des Vor- und Nachlaufs in Venlo eine weitere tarifliche Lücke zwischen dem VRR und den angrenzenden niederländischen Kommunen geschlossen. Damit ist der VRR auf einem guten Weg den grenzüberschreitenden Verkehr auch im ÖPNV nutzerfreundlicher zu gestalten.

Zu den Fahrten in die Niederlande

6. Preisdifferenzierung im Barsortiment (Barpreisdifferenzierung A1-A3)

(Foto: VRR)

Ähnlich wie bei den Zeittickets wird zukünftig auch bei EinzelTickets im Bartarif innerhalb der Preisstufe A unterschieden. Der Preis eines EinzelTickets für Erwachsene wird zum 1. Januar 2018 verbundeinheitlich in den Preisstufen gestaffelt angepasst.

Während es in den Preisstufen A1 und A2 stabil bleibt, erhöht es sich in den Preisstufen A3 und B um moderate zehn Cent. Eine größere preisliche Anpassung in Höhe von 40 Cent bzw. 30 Cent ist in den Preisstufen C und D vorgesehen. Nur mit dieser differenzierten Vorgehensweise ist das unterschiedliche Leistungsangebot in einzelnen Städten im Verbundraum zu berücksichtigen.

Zu den Preisstufen im VRR

7. SozialTicket

(Foto: VRR)

Bereits seit über fünf Jahren bietet der VRR mit dem SozialTicket „MeinTicket“ ein besonders rabattiertes Nahverkehrsticket für berechtige Fahrgäste. Derzeit nutzen monatlich im Durchschnitt 165.000 Kunden das Angebot, das in kreisfreien Städten in der Preisstufe A und in Kreisen gilt.

Die Kunden zahlen für das SozialTicket aktuell 37,80 Euro, das sich damit am halben Preis eines Ticket1000 orientiert. „MeinTicket“ ermöglicht Fahrgästen unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation nach wie vor mobil zu sein und am öffentlichen Nahverkehr teilzunehmen.

Mehr Informationen zum „MeinTicket“

Informationen zu den Tickets mit Preisstand 2017

Alle mit Preisstand 2017 gekauften Einzel, 4er-, Tages- oder ZusatzTickets sind noch drei Monate gültig und können für Fahrten mit Bus und Bahn im jeweiligen Geltungsbereich genutzt werden. Zudem können Nahverkehrskunden die alten Tickets bis zum 31. Dezember 2020 in allen KundenCentern und bei einigen Vertriebspartnern gegen Tickets mit dem neuen Preisstand eintauschen. Sie zahlen lediglich die Differenz zwischen altem und neuem Preis